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 Interview mit Anarchys von AnarchyX / Musik/Kultur

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Runyu
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Alter : 23

BeitragThema: Interview mit Anarchys von AnarchyX / Musik/Kultur   Mi Mai 04, 2011 1:18 pm

-Ihr nennt euch AnarchyX. Wer seid ihr und was macht ihr?

AnarchyX ist ein Musikprojekt, das durch einem harten Kern und vielen freien Musikern am Leben erhalten wird.

-Ihr setzt euch ja sehr für die Selbstbestimmungsrechte von Kindern ein. Was hat das mit dem Anarchismus zu tun, auf den ihr in eurem Namen Bezug nehmt?

Ja, in unseren Texten spiegelt sich sehr haeufig das Thema „Selbstbestimmungsrechte von Kindern“ wieder. Es muss unuebersehbar sein, fuer jemanden, der mit offenen Augen und auf der Suche nach der „Wahrheit“ ist, das die Unterdrueckung des Menschen in der Gesellschaft in der Kindheit anfaengt, was sich in der Normung und Formung des Kindes durch Erziehung, Paedagogik, und Psychiatrie zeigt. Die „Wurzel allen Uebels“ also. „Anarchie“ bedeutet in Freiheit leben und lieben zu duerfen und das ist in dem jetzigen System fuer Kinder und Jugendliche ja nun gar nicht gegeben, sondern eher das Gegenteil ist der Fall. Die Freiheit selber entscheiden zu duerfen, kann ja wohl nicht erst mit 18 Jahren anfangen. Doch es wird den Kindern kein Vertrauen entgegen gebracht selbstbestimmt Entscheidungen treffen zu koennen. Es kann aber nur eine Generation von selbstbewussten Menschen geben die gewaltfreie Anarchie verstehen („Leben und Leben lassen“), wenn dafuer Freiraeume geschaffen werden Anarchie zu leben.

-Es gibt jugendliche Anarchisten die das Verhältnis der Generationen als eine Art Klassenkampf sehen. Ebenso wie der Klassenkampf von Arbeitern und die Geschlechteremanzipation von Frauen ausgeführt wird so solle auch die Befreiung der Kindern und Jugendlichen von ihnen selbst ausgeführt werden. Du bist ein Erwachsener... was hälst du von diesem Standpunkt?

Ich meine, es waere zu hoffen, das es Kinder und Jugendliche schaffen wuerden sich selbst gegenueber der Erwachsenenwelt zu emanzipieren. Ich faende es schon ok, wenn Unterstuetzung von Seiten Erwachsener kommen wuerde. Sie sollten allerdings Kinder und Jugendliche dahingehend unterstuetzen, indem sie ihnen die Moeglichkeit lassen, zu artikulieren, was ihre Beduerfnisse sind und nicht wie es jetzt der Fall ist, das Kinderrecht aus Sicht der Erwachsenen zu definieren und durchdruecken zu wollen (UN-Kinderrechte-Charta). Zum Beispiel nach dem Motto : Du hast ein Recht auf Bildung. Aber eigentlich Zwang meinen und bestimmen wollen, was, wo, wann, wie in die Kinder reingetrichtert werden soll.

-Ihr habt ja gerade ein neues Album "Verschwoerungstheorien - Time is changing" veröffentlicht. Welches Verhältnis hast du zu den Verschwörungstheoretikern?

Wie das Wort schon sagt sind es Theorien. Was noch nichts ueber den Wahrheitsgehalt aussagt. Heutzutage ist man schnell in der Ecke von Verschwörungstheoretikern. Es wird schon als Totschlagsargument angewendet, wohl Verschwörungstheoretiker zu sein, um nicht mehr ernstgenommen zu werden und das die Leute ueber den Inhalt nicht mehr nachdenken brauchen. Es birgt die Gefahr darin, das wichtige Kritik an dem System vom Tisch ist. Weil Theorie = Idee, also (noch) keine praktische Umsetzung oder sogar nicht der Wahrheit entsprechend.

-Warum legst du gerade jetzt Wert auf eine Kritik an diesen Verschwörungsideologien?

Weil die meissten Skandale, die jetzt aufgedeckt werden nur Symptome von einer ewig-gehenden Herrschaft und Unterdrueckung sind. Zumal das bei den meissten Verschwoerungen („Theorien“), die im Netz sind, von denen man hoert und man jetzt informiert wird, man sehr leicht davon abgelenkt werden kann, oft verschleiert wird, was die wirklichen Ursachen der Unterdrueckung der Menschheit sind. Die Selbstbestimmungsbeduerfnisse von Kindern spielen eine Schluesselrolle zum Aufloesen der ursaechlichen Probleme und der Unterdrueckungsmechanismen. Ansonsten wird hoechstens reformiert, von der Selbstbestimmung bleibt nur ein Mitspracherecht, aber jemand anders entscheidet zum Ende doch. Es bleibt dann leider bei der Symptombekaempfung der Probleme. Es muessen aber die Probleme an der Wurzel angegegangen werden, um sie wirklich loesen zu koennen.

-In eurem letzten Album "so cold & white" gab es ja etwas Entspannung für die Ohren. Jetzt wollt ihr wieder musikalisch provozieren?

Ich weiss nicht, ob man das so sagen kann. Das Album "So cold & white" ist auf einer anderen Ebene und eine musikalische Zusammenarbeit mit einem russischen Komponisten, der nicht zu AnarchyX gehoert. Es ist inhaltlich nicht unbedingt weniger provokativ, nur weil es in Richtung Klassik und Worldmusic geht. Ich persoenlich finde das Album "Verschwoerungstheorien - Time is changing" generell einiges softer als z.B. unser Debut „Free Jerome“ oder das Album „Hass und Liebe“.


-Ihr habt ja auch schon mal ein Gedicht von Dian vertont (welches wir auch in dieser Ausgabe veröffentlichen) in dem sich Dian gegen das seit Jahrtausenden bestehende Herrschaftssystem wendet. Würdest du dich als Anarchist bezeichnen?

Am ehesten schon. Nur moechte ich damit kein Klischee unterstuetzen : „Ja, das ist ein Anarchist, der muss so oder so sein.“ Ausserdem ist eine Etikette immer etwas einengendes und reduzierendes, weil ich bin naemlich auch Fussballspieler. Also ein anarchistischer Fussballspieler. Klingt bescheuert, oder? Kann das hier jemand verstehen?

-Was haben wir für die Zukunft zu erwarten?

Ich bin an einem neuen Projekt mit Dominic G. Joutsen dran und es soll ein neues Album von AnarchyX in 2012 geben, was wieder dominanter mit Gitarren sein wird. Live wird AnarchyX dieses Jahr noch nicht zu sehen sein. Wir hoffen auf 2012.

Wenn du die Zukunft von allen Menschen meinst, ist es schwierig genau voraus zu sehen. Die jetzige Tendenz zur Globalisierung und zunehmender Kontrolle und Einengung der Freiheit ist offensichtlich. Ob sich das Blatt wenden wird, liegt ganz und gar an uns, dem Volk.

_____________________________________
"Die Leute fürchten das Chaos. Aus Furcht vor dem Chaos werden sie am Ende in Kellern unter ausgebombten Häusern hocken [...] aber es wird Ordnung herrschen und sie werden fast gar nichts zu denken brauchen"
-Brecht

Che ist scheiße. Durruti war besser. Sozialismus geht nur ohne Staat Razz

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